Chronik der Abteilung Kegeln
Im Jahr 1957, vier Jahre nach der Vereinsgründung, wurde die Abteilung Kegeln ins Leben gerufen. Als erste Sportstätte diente damals die Kegelanlage Brauhaus „Zum Rad“ auf dem Kupferberg. Da die Mitglieder fast ausschließlich Anfänger auf diesem Gebiet waren, wurde unter Anleitung des Gründers Josef Muhr mit der Ausbildung begonnen. Heute unvorstellbar, dass es seinerzeit noch keine Kegelstelltautomaten gab und die Kegel noch per Hand aufgestellt wurden.

Generationen beim TSV Schott 1983
von links: Jugendleiter Friedel Kaiser (50), Ehrenvorsitzender Josef Muhr (mit 90 noch aktiver Kegler!!), Volker Schlamp (16), Thomas Stoppelbein (18), Jörg Duben (17)
Mit einer Herrenmannschaft wurde im Sportjahr 1957/58 der offizielle Spielbetrieb aufgenommen. Bereits zwei Jahre später waren es schon drei Mannschaften. Zwischenzeitlich beschäftigte man sich mit dem Gedanken über den Bau einer vereinseigenen Kegelbahn. Im Februar 1964 wurde die Zweibahnen-Anlage auf dem alten Sportgelände an der Rheinallee eingeweiht.
In den folgenden Jahren blieben die Schott-Kegler stets auf der Erfolgsleiter und 1969/70 fanden sich auch einige Damen zum Wettkampfsport zusammen und bereicherten damit das Sportangebot des Vereins.
Als im Jahr 1971 durch den Bau unserer Großsportanlage an der Karlsbader Strasse auch eine 4-Bahnenanlage errichtet wurde, war endlich die Gelegenheit geboten ein damals schon von gesteigerten Anforderungen entsprechendes Training durchzuführen.
Deutlich zeigten sich dann auch die Erfolge.
1978 schafften die Herren den Sprung in die Zweite Bundesliga-Nord und zwei Jahre später folgten die Damen, nach einer Fusion im Jahr 1973 mit dem Damenklub „Concordia“ Mainz, mit dem Aufstieg in die Bundesliga.
Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Kegelabteilung war der TSV Schott der einzige Klub in der BRD der in den Bundesligen (Asphaltkegeln) mit je einer Damen- und Herrenmannschaft gleichzeitig vertreten war.

Deutscher Mannschaftsmeister B-Jugend 1981 von links: Joachim Kaiser, Stefan Kopf, Patrik Schober, Mario Beraldo, Andreas Kaiser sowie Jugendleiter und Trainer Friedel Kaiser
Besonders im Jubiläumsjahr 1982 zeichneten sich die ersten ganz großen Erfolge ab:
Damen: 3. Platz Bundesliga somit 3. Deutscher Mannschaftsmeister

Herren: Vizemeister in der 2. Bundesliga-Nord Von links: Giano Beraldom, H.-G. Helbach,H.-W. Aull, Bernd Schrohe, Peter Mitteldorf, Dieter Kaiser, Heinz Rodemich, Erich Duben
B-Jugend: Deutscher Mannschaftsmeister (mit Mario Beraldo, Joachim und Andreas Kaiser, Stefan Kopf, Patrik Schober und Jörg Duben)
So langsam entwickelten sich die Schott-Keglerinnen zu einem Spitzenteam in der Bundesliga. Den deutschen Vizetitel holten sie sich 1985 und belegten im anschließenden internationalen Wettbewerb, dem Donaupokal als bundesdeutscher Vertreter einen beachtlichen 3. Platz.
In souveräner Manier gewannen die Damen 1987 zum ersten Mal in der Geschichte des TSV Schott in der Besetzung mit Gerlinde Klehn, Gaby Moll, Evelin Greilich, Gabi Daichendt, Karin Wünsch, Britta Hauptmann und Erika Schütte die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Ein unvergessenes Erlebnis war die Teilnahme als Deutscher Meister am Europapokal-Wettbewerb im ostslowakischen Presov (Flug Frankfurt/Prag/Kosice). Im starken Feld der osteuropäischen Nationen gab es für den TSV leider nur den „undankbaren“ 4. Platz von acht teilnehmenden Ländern. In den beiden folgenden Jahren 1988 und 1989 holten sich die Schott-Girls jeweils die Bronzemedaille in der Bundesliga (3. Deutscher Meister).
Die 1. Herrenmannschaft musste nach sieben Jahren 2. Bundesliga wieder zurück in die Rheinland-Pfalz-Liga 1. Noch zweimal schaffte das Team wieder den Sprung in die Zweite Liga, konnte sich aber in der immer stärker werdenden Liga nicht mehr behaupten.

1. Herrenmannschaft - 2.Bundesliga Nord - 1989/90 (ungeschlagener Rheinland-Pfalz Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga)
von links: Gerhard Pokorny, Dieter Kaiser, Dieter Franzreb, Rainer Löw, Werner Klauer, Peter Machemehl, Hans-Georg Helbach, Michael Weyrich
Auch in den Einzelwettbewerben kann sich der TSV Schott sehen lassen.
Hier seien nur die brillierenden Erfolge genannt, die für unseren Verein eine ganz große Auszeichnung bedeuteten, denn es ist schon etwas Außergewöhnliches wenn die höchsten Titel der Bundesrepublik errungen werden: 1983 Deutsche Meisterschaft im Mixed: Erika Schütte und Giano Beraldo 1992 Deutsche Meisterin Seniorinnen A: Erika Schütte 1993 Deutsche Meisterin Damen: Gabi Daichendt 2002 und 2004 Deutsche Meisterin A-Jugend Verena Bechtluft
Nach den großen Glanzzeiten und Auftritten in den 80er- und 90er-Jahren musste bei den Damen zwangsäufig mit einem Neuaufbau begonnen werden, denn 2001 konnte man sich in der 1. Liga nicht mehr halten und ein Jahr später war man dritter Absteiger in der 2. Bundesliga. Nach einem Jahr in der Rheinland-Pfalz-Liga 1 meldeten sich die Damen als Meister wieder in der Zweiten Bundesliga zurück. In der Saison 2005/06 folgte die Meisterschaft in der 2. Bundesliga-Nord und der Aufstieg in die Bundesliga West, die 2007/08 in 2. Bundesliga West geändert wurde. In der Saison 2009/10 wurden die Damen Vizemeister und stiegen in die Bundesliga 120 Wurf auf. In der „ewigen Tabelle“ der 1. Bundesliga Damen (Stand 2002) nimmt der TSV Schott den 3. Platz ein (in 17 Saisons mit 316 Spielen).
Für die Herren entschied 2003 ein Relegationsspiel über den Abstieg aus der Rheinland-Pfalz-Liga 1 und so spielten sie bis 2008/09 in der Rheinland-Pfalz-Liga 2. In der Saison 2008/09 schafften sie den Wiederaufstieg und wurden 2010 Vizemeister. Übrigens, ohne Unterbrechung sind die Herren seit 1965 stets auf Landesebene und zwischendurch neun Jahre in der 2. Bundesliga-Nord sportlich tätig.
Die B-Senioren-Klub-Mannschaft Ü 60 wurde 2006 Vize-Landesmeister und belegte bei den Deutschen Meisterschaften in München den 9. Platz.
Das Sportjahr 2009/10 war in der Geschichte der Kegelabteilung über alle Mannschaften betrachtet ein Superjahr:
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1.Damen:
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Vizemeister 2. BL West, Aufstieg in die BL 120 Wurf
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2.Damen:
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Meister der Rheinland-Pfalz-Liga 2, Aufstieg in die Rh.-Pf.-L.-1
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1.Herren:
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Vizemeister Rheinland-Pfalz-Liga 1
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2.Herren:
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Meister in der Rheinhessenliga, Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga 2
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3.Herren:
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Meister in der Bezirksklasse, kann nicht aufsteigen, da letzte 100 Kugel-Liga
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4.Herren:
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3. Platz in der Kreisklasse
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Zur Zeit spielen unsere Mannschaften in folgenden Ligen und Klassen:
1. Damen Bundesliga 120 Wurf 2. Damen Rheinland-Pfalz-Liga 1 1. Herren Rheinland-Pfalz-Liga 1 (200 Kugeln) 2. Herren Rheinland-Pfalz-Liga 2 (200 Kugeln) 3. Herren Bezirksklasse (100 Kugeln) 4. Herren Kreisklasse (100 Kugeln)
08/2010
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