| 06.07.2009: Hockey Damen: 1cm fehlte zum Regionalliga-Aufstieg |
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Nach 85 Kraftaufreibenden Minuten und je sechs geschossenen Siebenmetern legt sich Laura Appel den Ball auf den Punkt. Anka Geiben im Tor der Mainzerinnen hat den letzten Versuch des HC Ludwigsburg pariert, mit einem Tor ist Mainz der Aufsteiger in die Regionalliga. Ein kurzer Schritt, ein trockener Schuss, keine Chance für die Ludwigsburger Torfrau, die wie angewurzelt in der Tormitte verharrt. Doch der Ball knallt auf die Innenkante des Pfostens und springt von dort fast parallel zur Torlinie ins Feld zurück. Es sollte nicht sein, 1cm zu weit nach rechts … Geiben hält auch den nächsten Schuss, doch auch der nächste Matchball wird vergeben, diesmal von Kira Michels. Im dritten Versuch trifft Ludwigsburg, nun liegt die ganze Last auf den Schultern von Tina Gundlach. Die Kapitänin scheitert und beschert den Gästen aus Baden somit den Aufstieg in die Regionalliga, den Mainz sich so sehr gewünscht hatte. Aber der Reihe nach: Nach dem 2-1 Sieg in Ludwigsburg sah es eigentlich ganz gut aus für die Damen des TSV, und die Mannschaft begann entsprechend selbstbewusst. Sie drückte von Beginn an aufs Tempo, störte die Gäste früh und hatte schnell die ersten Chancen. Doch leider sollte es nicht der Tag der Mainzerinnen werden. Vier oder fünf sogenannte 100%ige Chancen ließen die Blau-Weißen ungenutzt, ehe endlich nach 23 Spielminuten Lena Gustav der hochverdiente Führungstreffer gelang. Auch danach boten sich Möglichkeiten zur Ergebnisverbesserung, doch diese blieben erneut ungenutzt. Und wie so oft sollte sich die Mangelnde Chancenauswertung rächen. Mit dem ersten ernstzunehmenden Angriff überhaupt gelang den Ludwigsburgerinnen völlig überraschend der Ausgleich. Nach dem Wechsel wurde der HCL stärker und übernahm zunehmend die Spielführung. Mainz hatte nun Schwierigkeiten im Spielaufbau und kam nur noch bei Kontern nach vorne. Die logische Folge war Mitte der zweiten Hälfte der Führungstreffer für die Gäste im Anschluss an eine kurze Ecke. Mainz rappelte sich nun wieder auf und kam wieder besser ins Spiel, aber wieder wurden einige Chancen nicht genutzt. Auf der Gegenseite mussten Torfrau Anka Geiben und ihre Vorderleute hart arbeiten, um einen weiteren Ludwigsburger Treffer zu verhindern. Nach 70 Minuten stand es 1-2, damit war der Sieg des Hinspiels egalisiert und es ging in die Verlängerung. Hier fielen keine Tore mehr und so kam es letztendlich zum 7m-Schiessen. Von den ersten 5 Schuetzen trafen jeweils vier von jeder Mannschaft, danach ging es paarweise weiter, mit dem für Mainz so bitteren Endergebnis.
Wirklich Schade für das Team des Trainergespanns Altherr/Knierim, welches eine tolle Rückrunde gespielt hatte und eigentlich reif für die Regionalliga schien. Dass es nun so denkbar knapp daneben ging, ist bitter, wird das Team aber für die kommende Saison sicher noch enger zusammen schweißen.
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