| 23.02.2010: Hockey: Damen zurück in der Erfolgsspur |
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In Speyer konnten die zuletzt zweimal sieglosen SCHOTT-Damen endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und einen unerwartet deutlichen 11:2 Auswärtssieg feiern.
Doch danach sah es zu Beginn der Partie zunächst überhaupt nicht aus. Obwohl hochmotiviert, fanden die Blauen in der Anfangsphase nicht zu ihrem Spiel und sahen sich gleich einigen gefährlichen Angriffen der Pfälzerinnen gegenüber. Vor allem die quirlige Stürmerin Manuela Kühnle wirbelte die SCHOTT-Abwehr gehörig durcheinander. Sie war es auch, die Speyer in der 5. und 9. Spielminute mit 2:0 in Führung brachte. Mainz versuchte dagegen zu halten, scheiterte aber mit zwei Schüssen und einer Ecke an der Heimtorfrau. Im Gegenzug lag das 3:0 in der Luft, doch der Pfosten rettete an Stelle der geschlagenen Anka Geiben im SCHOTT-Tor.
Trainer Altherr, der wegen nicht erschienener Schiedsrichter selbst pfeifen musste und darum nicht auf der Bank saß, nahm nun eine Auszeit und stellte die Mannschaft neu ein. Und das Team reagierte prächtig: Keine 20 Sekunden nach Wiederanpfiff ging Sandra Stauth energisch in einen Speyrer Querpass, drang in den Kreis ein und jagte die Kugel zum Anschlusstreffer ins Netz. Und als Speyer nach dem fälligen Anstoß den Ball hinten zu lange hielt, erkämpfte sich Eva Ulbrich die Kugel und überwand die konsternierte Speyrer Torfrau zum zweiten Mal innerhalb von einer Minute. Speyer war geschockt und kam überhaupt nicht mehr aus der eigenen Hälfte. Sandra Stauth nutzte eine weitere Unsicherheit der Pfälzerinnen zur inzwischen verdienten 3:2-Halbzeit-führung.
Alle hatten zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem Aufbäumen der Speyrer gerechnet, doch SCHOTT spielte nun tolles Hockey. Vor allem Kapitänin Tina Gundlach und Judith Maurer in der Abwehr lieferten eine makellose Partie und meldeten ihre Gegen-spielerinnen mit Kampf und Technik ab. Vorne glänzte Eva Ulbrich, die innerhalb der ersten 6 Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte und die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Speyer kämpfte weiter und erspielte sich einige Möglichkeiten, doch SCHOTT-Torfrau Geiben hatte nun ihren Rhythmus gefunden und ließ sich nicht mehr bezwingen. Caro Löhr krönte ihre gute Leistung mit zwei schönen Toren, ehe sich auch Susi Sunkel und Renate Mattmann in die Torschützenliste eintragen konnten. Den Schlusspunkt setzte Eva Ulbrich, mit ihrem fünften Treffer.
Leider reicht dieser Sieg nicht, um an Tabellenführer Worms heran zu kommen, aber er war dennoch wichtig für die Moral. Mit jetzt 47 Treffern stellt SCHOTT den stärksten Sturm der Liga und korrigiert somit den Makel der schwachen Torausbeute in den ersten beiden Rückrundenpartien. |